Rechtsanspruch auf Krippenplatz

Ab August 2013 werden Kinder ab dem ersten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in einer Kindertagespflege haben. Es ist jedoch absehbar, dass die Städte und Kommunen diesen Anspruch nicht erfüllen können.

 

Daher stellt sich für viele Eltern die Frage, wie die Betreuung des Kindes organisiert werden kann. Private Einrichtungen und Tagesmütter sind teilweise deutlich teurer als kommunale Tageseinrichtungen.

 

Aus dem Rechtsanspruch lässt sich auch eine Schadensersatzpflicht ableiten. Das Verwaltungsgericht Mainz (in Rheinland-Pfalz gibt es bereits einen Rechtsanspruch für Kinder ab 2 Jahren) hat entschieden, dass die Eltern Anspruch auf die Mehrkosten einer privaten Einrichtung oder Tagesmutter haben. Dies können pro Monat einige hundert Euro sein. Auch Verdienstausfall, falls keine anderweitige Betreuung gefunden werden kann, kommt als Schadensersatz in Betracht.

Voraussetzung ist jedoch, dass ein Krippenplatz beantragt und der Rechtsweg hierzu ausgeschöpft wird.

Achtung: Also nicht einfach sein Kind in einer privaten Einrichtung anmelden und Kosten einfordern!